Sonntag, 12. Februar 2017

Sockenprojekt 2017: Männersocken im Januar

Das alljährliche Sockenprojekt startet wieder, diesmal ohne große Vorgaben, außer: dendiedas Ravelry Queue mal ein wenig reduzieren und mal wieder mit Zehen und Fersen experimentieren.

Beginnen werde ich mit Lara Neels Design "Arithmophobia" in der toe up-Version.

Diese Socken haben eine Spitze, die mit provisorischem Anschlag und verkürzten Reihen gestrickt wird, eine ebenso gestrickte Ferse, erfordert kaum Rechnerei und eignen sich auch für wild musternde Garne - das Garn, mit dem ich diese Socken stricke, habe ich bereits 4mal angestrickt; für ein Zopfmuster war es zu unruhig, für ein Hebemaschenmuster nicht wild genug, um gut zu wirken (das Garn hat mein Muster glatt geschluckt), etc etc.


Meine Sockenwolle ist BellaLana Sock's 4fach in der Farbe 607, es bildet schwarze, kamelfarbene und dunkelgraue Streifen.
Gekauft habe ich es bei Tedox für 3 € je Knäuel; ich habe sicherheitshalber 2 Knäuel gekauft, um trotz Größe 45 noch ein anständiges Bein dran stricken zu können.

Ich strickte die Socken in Größe 44/45 mit 68 Maschen und mit mittelbreiter Spitze (und Ferse).
Wie unschwer zu erkennen, sind sie nicht für mich - MÄNNERsocken in Größe 45. ;)

Short-row toe


Stricknotizen, Kritik und *mimimi* am Muster:
  • Angeschlagen wird mit provisorischem Anschlag. Die hier verwendete Methode musste ich erst lernen, bislang konnte ich nur die Methode mit der Luftmaschenkette. Wieder was gelernt! 😀
  • Die Spitze ist recht stumpf - blöd für spitze Füße wie meine (ägyptische Form), okay für fast alle anderen. Diese Spitze ist zwar ungewohnt, aber sehr einfach und schnell zu stricken.
  • Für einen hohen Spann ist die Ferse eventuell zu flach; dieses Problem habe ich aber bei den meisten Fersen ohne Zwickel. Auch hier: normalen Füßen dürfte diese Ferse gut sitzen.
  • Spitze und Ferse können schmal, mittelbreit und breit gestrickt werden; Lara Neel erklärt außerdem, wie man die Maschenzahlen für seine ganz eigene Socke errechnen kann.
  • Diese Art, verkürzte Reihen zu stricken, ist mir neu: ich kannte bislang Wickelmaschen, Doppelmaschen, die japanische Methode und die Fish lips kiss heel-Variante, also schon vollkommen unterschiedliche Methoden. Diese arbeitet, wie die FLKH-Methode, mit Zunahmen, die später zusammen gestrickt werden, aber *anders*. Sehr einfach, aber mir gefällt das Ergebnis nicht so hundertpro. Ich bin da überkritisch, das weiß ich wohl.
  • ich stricke sehr, sehr ungern glatt rechts. Zusammen mit der einfachen Fersen-Zehen-Lösung ist diese Socke ein totaler Langweiler, dafür aber schnell zu stricken.
  • Abgekettet habe ich mit Julies Surprinsingly Stretchy Bind-Off.
  • Das Muster ist echt idiotensicher, vorrausgesetzt, man liest es gescheit (öhömm). Ich empfehle, die jeweils richtigen Angaben mit Bleistift zu markieren.