Dienstag, 11. April 2017

Sockenprojekt März/April: Puddle Jumper

Ende März angeschlagen, da ich mich vorher mit einem Muster rumgeplagt habe, bei dem mir diverse Elemente des Designs nicht so 100% gefielen und die ich schießlich genervt aufgeribbelt habe...
danach habe ich dann also statt der geplanten Spitze-Textur-Perlen-Extravaganz diese hübschen, einfachen Socken angeschlagen, zumal ich auch grade bei real,- aus der Grabbelkiste schönes Ringelgarn von Regia gefischt hatte.😉

Das hat mir dann gut in den Kram gepasst.


Modell und Kritik:

Gestrickt habe ich ein Design von Mary Keenan, PuddleJumper (das Muster ist gratis).

Die Anleitung ist sehr ausführlich und gut geschrieben, das Muster absolut anfängertauglich, leicht zu merken und schnell zu stricken, da jede Musterrunde nur aus 4 Abnahmen und 4 Umschlägen besteht, die symmetrisch angeordnet sind.


Anschlag und Bündchen:

Ich habe ein wenig abgewandelt und statt des Rippbündchens ein Picotbündchen gestrickt, was für meine seltsamen Füße eine doofe Idee wäre, für normale Mauken aber kein Problem - ich habe einen fiesen hohen Fußspann, und Saumbündchen jeglicher Art sind etwas weniger elastisch an der "Näh"kante als Rippbündchen; das heißt im Klartext, beim Über-die-Ferse-ziehen zwecks Größencheck hatte ich kurz mit der Socke zu kämpfen. Notiz für mich: beim nächsten Mal entweder mehr Maschen fürs Saumbündchen anschlagen oder einfach ein Rippbündchen stricken.
Wie gesagt, dieser "Fehler", so es denn einer ist, lag nicht am Muster, sondern an meiner Doofheit; ich stricke ja nicht erst seit gestern und weiß sowas eigentlich.

Noch ein paar Details zum Bündchen:

ich habe es, um es nicht nähen zu müssen (=nochmal weniger elastisch) mit offenem Anschlag und der COWYAK-Methode angeschlagen.
Ich verlinke zu dieser Anschlagsmethode, im Grunde läuft es aber darauf hinaus, mit Garnresten anzuschlagen und ein paar Runden mit Restgarn darüber zu stricken, bis man das eigentliche Garn benutzt.
Ich denke, bei größeren Strickstücken und zarter Spitze ist das eine tolle Sache, da die Strickkante so stabilisiert und geschützter als bei anderen offenen Anschlägen ist, für eine glatt rechts gestrickte Kante mit relativ wenig Maschen (64), die auch noch nahezu unsichtbar auf der Innenseite liegt, wird sie fortan nicht meine erste Wahl sein, da das Maschenaufpuhlen zeitaufwendig ist. Wie gesagt, die Methode ist m. E. n. für andere Zwecke fantastisch geeignet.

Gemacht habe ich das Bünschen dann wie folgend (ich zitiere von der Ravelry-Projektseite):
Picotbündchen:
  • Anschlag 64 Maschen mit der COWYAK-Methode
  • nach dem Anschlag 7 Runden glatt rechts, dann die Bruchreihe, darüber wieder 7 Runden glatt rechts
  • COWYAK entfernen und Anschlagsmaschen auf eine Hilfsnadel puhlen
  • mit den “aktiven” Maschen zusammenstricken

 

Muster

Eine weitere Modifikation, die ich vorgenommen habe, war, die jeweils zweite Abnahme im Muster nicht als k2tog, sondern als ssk (linksgeneigte Abnahme) zu stricken - so ist das Muster symmetrischer.

Details zur Anleitung:

Diese Socke wird vom Bündchen zur Spitze gestrickt, sie hat eine Herzchenferse mit verstärktem Fersenlappen und eine einfache Bandspitze (ich habe mein etwas aufwendigeres Abnahmeschema verwendet, da ich eine rundere Spitze hübscher finde; Details dazu auf meiner Projektseite, die ich ganz unten verlinke), deren letzte Maschen im Maschenstich geschlossen werden.
Ich bin nach wie vor für den normalen Maschenstich zu dumm und habe die letzten 8 Maschen meiner Sockenspitze mit TechKnittings gestricktem Maschenstich geschlossen.


Verwendetes Garn

Ich habe bei real,- ein Knäuel Regia Pairfect in Malaga für stolze 3 € aus dem Wühlkorb fischen können, wahrscheinlich, weil das Etikett etwas gelitten hatte.
Das Besondere an diesem Garn ist, dass es zwei exakt identische Socken liefert, sofern man nicht so scheel ist wie ich und größere Abschnitte im Blindflug beim Fernsehen strickt *hust*... möglich wird das, weil andersfarbige Markierungen auf die Wolle gedruckt sind - beim Farblauf Malaga sind die Hauptfarben navy und weiß mit roten und kamelfarbenen Akzenten am Bund, als Markierung dient gelb - das erste lange gelbe Stück wird vorm Anschlag abgeschnitten, dann kann erstmal ein langes Stück rundgestrickt werden, bevor ein kurzes Streifchen (wenige Maschen) camel als Hinweis kommt, dass man jetzt ganz prima die Ferse beginnen könnte. Danach läuft das Ringelmuster wieder normal weiter, bis man zur Wolle für die zweite Socke kommt: auch da erstmal die gelbe Markierung, der Rest dann wieder wie bei der ersten.
Ich erkläre heute glaube ich ziemlich konfus, dabei finde ich die Idee grade für Sockenanfänger ziemlich gut; man bekommt identische Socken ohne ständiges Neuansetzen, Messen, Vernähen.

 

Länge

Für Göße 39/40 habe ich insgesamt 12 Rapporte gestrickt, davon entfallen 6 aufs Bein.

 

Fazit

Ein tolles, einfaches Muster für selbststreifende SoWo.
Hat mir richtig Spaß gemacht und ich finde, die fertigen Socken sind total hübsch geworden.
Abgesehen von meinem selbstverursachten und sehr sarahspezifischem Bündchenproblem sitzen diese Socken auch sehr gut.



Meine Pfützenhopsersocken bei Ravelry